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BAYERISCHE RECHTSANWALTS- UND STEUERBERATERVERSORGUNG
Verrentungstabelle - Rechnungszins - Dynamisierung
Zusammenhänge und Konsequenzen
Sehr geehrtes Mitglied,
für Beiträge ab 2005 gilt eine neue Verrentungstabelle. Hierüber wurden Sie bereits an dieser
Stelle im September 2004 unterrichtet. Die Umrechnung der gezahlten Beiträge in Anwartschaften
ist auf den ersten Blick deutlich schlechter geworden. Aufgrund zahlreicher Mitgliederanfragen
sind daher folgende Zusammenhänge hervorzuheben:
1. Finanzierungsverfahren:
Die Bayerische Rechtsanwalts- und Steuerberaterversorgung finanziert die Versorgungsleistungen
im Kapitaldeckungsverfahren. Dies bedeutet, dass für die gesamte Laufzeit der
Versorgungsleistungen das erforderliche Kapital vorhanden sein muss. Wäre das nicht der Fall,
könnten die Rentenzahlungen nicht mehr aus dem Kapitalstock geleistet werden, es müssten
dann Anleihen bei den nächsten Generationen genommen werden. Gerade das ist nicht
Zielsetzung des Versorgungswerks. Deshalb wird penibel Sorge getragen, dass der Kapitalstock
ausreichend bemessen ist. Der Kapitalstock ist gebundenes Vermögen.
Gelegentliche Kommentare, das Versorgungswerk wäre „reich" und könne daher sowohl bei der
Rentenhöhe als auch bei Dynamisierungen „in die Vollen gehen", sind nicht nachvollziehbar, weil
dabei die vorhandenen Leistungsverpflichtungen des Versorgungswerkes nicht berücksichtigt
werden. Der Kapitalstock wird sowohl aktuariell als auch von den Wirtschaftsprüfern als auch
vom aufsichtsführenden Ministerium periodisch geprüft; es wurde zu keinem Zeitpunkt festgestellt,
der Deckungsstock wäre zu hoch. Aufgrund der biometrischen Änderungen (längere
Lebenserwartung und damit längere Rentenbezugsdauer) mussten vielmehr jeweils nachträglich
Zuführungen zum Kapitalstock für bereits zugesagte Anwartschaften vorgenommen werden, da
aufgrund verlängerter Rentenlaufzeiten (vgl. 4.) die ursprünglichen Ansätze (Barwerte) unzureichend
waren.
2. Zinsen und Zinseszinsen
Infolge des Kapitaldeckungsverfahrens sammelt das Versorgungswerk Kapital an und legt dieses
unter Berücksichtigung der versicherungsaufsichtsrechtlichen Bestimmungen rentierlich an. Zins
und Zinseszins erhöhen die Kapitalanlagen. Diese Verzinsung kann in gewissem Umfang im
Voraus abgeschätzt und in die Berechnungen einbezogen werden. Allerdings ist es im Laufe
längerer Zeitabschnitte erforderlich, diese Einschätzungen zu überprüfen und ggf. zu revidieren.
Als das Versorgungswerk 1984 gegründet wurde, war retrospektiv gesehen eine Kapitalverzinsung
von 4 % ohne Probleme zu erwirtschaften, es waren sogar deutlich höhere
Marktzinsen erzielbar. In die Berechnungen wurde daher als Rechnungszins eine dauernd
erzielbare Rendite von 4 % als selbstverständlich unterstellt und über die Verrentungstabelle
bereits vorweg in die Anwartschaften eingerechnet. Der überschießende Zinsertrag, also die über
4 % hinaus anfallenden Zinsen, wurden erst dann in Form von Dynamisierungen der Anwartschaften
und Renten verteilt, nachdem sie auch wirklich erwirtschaftet wurden. Die Dynamisierung
als Überschussverteilung konnte erst einige Jahre nach Gründung des Versorgungswerks
aufgenommen werden und war für das jeweilige Geschäftsjahr zwangsläufig unterschiedlich.
Der Kapitalmarkt bot schwankende Konditionen, wodurch die Erträge beeinflusst
wurden. Aus diesen Gewinnen mussten mitunter aber auch vorrangig Lücken beim Deckungs2
stock aufgefüllt werden, die dadurch entstanden waren, weil z.B. höhere Lebenserwartungen
oder sonstige biometrische Veränderungen zu längeren Rentenlaufzeiten führten. Nicht gewollt
war nämlich, dass die Versicherten erst in höherem Lebensalter Rente beziehen sollten oder die
Rente nicht lebenslang sondern nur über eine bestimmte Zeitdauer bezahlt werden sollte. Von
diesen notwendigen Maßnahmen abgesehen, wurden die erzielten Überschüsse jeweils zeitnah
und in vollem Umfang an die Versicherten weitergegeben.
Bei Einschätzung der Versorgungshöhe
muss daher die Einheit zwischen Vorabverteilung des Überschusses in Höhe des
Rechnungszinses über die Verrentungssätze und nachträgliche Überzinsverteilung in
Form der Dynamisierung im Auge behalten werden. Verteilt werden kann nur das, was
tatsächlich an Erträgen erwirtschaftet wurde.
3. Die aktuelle Kapitalmarktsituation
Die Kapitalanlagen des Versorgungswerks setzen sich aus drei Segmenten zusammen. Hauptsegment
sind Rentenpapiere (ca. 87 %), bei denen der Marktzins die wesentliche Rolle spielt. Die
anderen beiden Segmente sind Fonds (ca. 8 %) und Immobilien (ca. 5 %). Bei allen Segmenten
gab es in den vergangenen Jahren deutliche Einbrüche und nur allmähliche Erholung. Im Bereich
der Marktzinsen hält die Niedrigzinsphase weiter an. Befürchtungen, es werden sich in Europa
japanische Verhältnisse einstellen (dort bringen Staatsanleihen seit Jahren nur 2 % Zinsertrag),
scheinen sich glücklicherweise nicht zu realisieren. Andererseits sind auch Erwartungen nach
stark steigenden Zinsen nicht realistisch. In Konsequenz bedeutet dies, dass bei Marktzinsen im
Bereich von nur noch 3,5 % - 4 % und Vorabauskehrung von 4 % Zinsen über den
Rechnungszins („Garantiezins") hinaus keine Spielräume mehr für Dynamisierungen bestehen
und bei einem Absinken der Vermögensverszinsung unter 4 % durch die Verrentungstabelle
mehr versprochen würde, als gehalten werden kann. Als Vorsichtsmaßnahme wurde deshalb für
Beiträge ab 2005 eine neue Verrentungstabelle zur Umrechnung der Beiträge in Anwartschaften
eingeführt, die jetzt auf einem Rechnungszins von 3,25 % basiert, also nur noch in dieser Höhe
Zinsen über die Verrentungssätze vorab verteilt. Selbstverständlich werden weitere Überschüsse
wieder an die Versicherten zeitnah verteilt, wenn sich solche ergeben. Ob die neue
Verrentungstabelle im Endeffekt zu einer niedrigeren Versorgung führt, kann erst im
Zusammenspiel mit den künftigen Anwartschafts- und Rentendynamisierungen beurteilt werden.
Der Verwaltungsrat des Versorgungswerks hat sich jedenfalls nach intensiver Beratung für die
Absenkung als Vorsichtsmaßnahme entschieden, denn die zeitnahe nachträgliche Verteilung von
Überschüssen ist unproblematisch, während eine nachträgliche Kürzung von Renten oder
Anwartschaften infolge zu hoher und nicht durch Kapital gedeckter Leistungsversprechen einen
erheblicheren Eingriff bedeuten würde.
Nur haltbare Versprechen sichern langfristig das Vertrauen in eine Versorgungseinrichtung. Dies
ist Zielsetzung des Verwaltungsrats seit Gründung des Versorgungswerks. Aus diesem Grund
wurden in der Vergangenheit auch alle Bemühungen unternommen, die jeweils erworbenen
Anwartschaften und Renten unverändert zu erhalten. Auch jetzt benötigen die aus den bisherigen
Verrentungstabellen resultierenden Anwartschaften und Renten auf Dauer einen Marktzins von
4 % und dieser muss für diese Bestands-Anwartschaften auf alle Fälle erwirtschaftet werden,
damit sie bei Fälligkeit kapitalgedeckt sind (insofern ist für diese Anwartschaften das Risiko der
unter den Rechnungszins sinkenden Vermögensverzinsung noch nicht gebannt).
Wer im Zuge der neuen Verrentungstabelle von „Rentenkürzung" redet, berücksichtigt weder das
Prinzip des Kapitaldeckungsverfahrens noch den Mechanismus der Gewinnverteilung, sondern
erwartet unrealistischer Weise immerwährende hohe und nicht den Schwankungen des
Kapitalmarkts unterworfene Kapitalerträge. Oder er erwartet Unterstützung durch Mäzene. Weder
Bund noch Land werden diese Funktion übernehmen und Zuschüsse leisten.
4. Biometrie
In Frage gestellt wird vereinzelt auch die Notwendigkeit von Zuführungen zum Kapitalstock
infolge veränderter biometrischer Grundlagen. Von den diversen versicherungsmathematischen
Annahmen ist die der
ferneren Lebenserwartung mit die bedeutendste.
Das Versorgungswerk wurde 1984 gegründet. Nach dem damaligen Kenntnisstand (Allg.
Deutsche Sterbetafel 1972) lag die
durchschnittliche weitere Lebenserwartung eines 65jährigen
Mannes bei 12,06 Jahren, die von Frauen bei 15,8 Jahren. Die Sterbetafel 2000/2002 beobachtet
bereits eine
durchschnittliche weitere Lebenserwartung bei Männern von 15,93 Jahren, bei
3
Frauen von 19,55 Jahren. In dieser Zeitspanne wurden somit Lebenserwartungssteigerungen
von 3,87 Jahren bei Männern und bei Frauen von 3,75 Jahren festgestellt. Diese Längerlebigkeit
beträgt etwa 25 % der ursprünglichen Lebenserwartung und bedeutet, dass bei den Altersrenten
und den Hinterbliebenenrenten gegenüber den ursprünglichen Annahmen von vor 30 Jahren
aktuell um 25 % längere Rentenlaufzeiten zu erwarten sind (bei einer Altersrente von 1000 € sind
dies ohne Dynamisierungen schon 45.000 € !). Im Rahmen des Kapitaldeckungsverfahrens heißt
dies, dass das zusätzlich erforderliche Kapital für im Durchschnitt 3,8 Jahre länger laufende
Renten in Form einer Kapitalstockerhöhung aufzubringen ist. Woher soll dieses Kapital kommen?
Es musste aus den Zinsüberschüssen oberhalb des Rechnungszinses entnommen werden. Ab
dem Jahr 2000 kommt erschwerend hinzu, dass das zusätzlich erforderliche Kapital für die
längere Rentenlaufzeit nicht mehr anhand der retrospektiven tatsächlichen Sterblichkeiten aus
den jeweils aktuellen Sterbetafeln abzuleiten ist, vielmehr wurden die Versorgungswerke rechtlich
verpflichtet, die
durchschnittliche weitere Lebenserwartung zu Grunde zu legen die
voraussichtlich gelten wird, wenn die Mitglieder ihr Rentenalter erreicht haben werden. Dies
bedeutet, dass z.B. für einen 1970 Geborenen die durchschnittliche weitere Lebenserwartung der
Sterbetafel im Jahr 2033 (63. Lebensjahr) maßgeblich sein soll. Da es diese Sterbetafeln noch
nicht gibt, muss als Schätzung die bisher beobachtete Zunahme der Lebenserwartung in die
Zukunft projiziert werden. Damit wurden weitere erhebliche Zuführungen erforderlich, die
ratenweise aufgebaut wurden und die Dynamisierungsmöglichkeiten stark einschränkten.
5. Hohe stille Reserven?
In letzter Zeit wurden auch Behauptungen aufgestellt, das Versorgungswerk würde das bilanzielle
Wertaufholungswahlrecht nicht nutzen. Hierdurch seien hohe stille Reserven
entstanden, die bei der Beurteilung der versicherungstechnischen Lage des Versorgungswerks
nicht positiv berücksichtigt würden. Diese Ansicht ist schon deshalb nicht nachvollziehbar, weil
niemand ein Interesse an hohen stillen Reserven bzw. an einer Verschleierung von
Überschüssen haben kann. Das Versorgungswerk gehört den Versicherten, es findet keinerlei
Gewinnabfluss an Dritte statt. Wer soll ein Interesse daran haben, dass tatsächliche Überschüsse
nicht verteilt werden? Stille Reserven sind lediglich in dem Umfang sinnvoll, wie sie zur
Sicherstellung der Risikotragfähigkeit bezüglich der aufsichtsbehördlichen Stresstests und der
vom Verwaltungsausschuss beschlossenen Kapitalanlagestrategie dienen.
Die Festlegung des Rechnungszinses ist nicht vom individuellen Portfolio des Versorgungswerks
und etwaigen stillen Reserven abhängig, sondern von den durch den Kapitalmarkt vorgegebenen
Konditionen (insbesondere der Bundesanleihen), die dann im Wege aufsichtsrechtlicher
Vorgaben umzusetzen sind. In der privaten Versicherungswirtschaft wurde der Rechnungszins
schon im Jahr 2000 auf 3,25 % und ab 2004 auf 2,75 % aufsichtsrechtlich festgelegt; derzeit wird
eine weitere Absenkung auf 2,25 % diskutiert. Durch die rechtzeitige Absenkung des
Rechnungszinses und somit der Verrentungstabelle für Beiträge ab 2005 konnte eine noch
stärkere Absenkung aufgrund der aktuellen Diskussion zumindest vorerst verhindert werden!
Unrichtig ist die These von den derzeit hohen stillen Reserven auch deshalb, weil im Zuge der
Umstellung auf das neue Fondskonzept diese Erträge voll realisiert wurden. Darauf wurde im
Geschäftsbericht für das Jahr 2003 auf Seite 16 unter der Rubrik „Bereich der Kapitalanlagen"
hingewiesen. Bei den Immobilien sind stille Reserven in so marginalem Rahmen vorhanden, dass
sich eine Diskussion über eine Wertaufholung erübrigt. Die Erwartung höherer Leistungen durch
eine andere Bilanzierung sind daher unrealistisch.
Festzuhalten bleibt, dass das Versorgungswerk keine unnötigen Thesaurierungen vornimmt,
Gewinne zeitnah ausschüttet und darauf achtet, die Leistungen und somit auch das Leistungsniveau
zu halten.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
BAYERISCHE RECHTSANWALTS- UND STEUERBERATERVERSORGUNG
www.brastv.de/Aktuelles

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